Informationen für Studienkommissionsmitglieder

Aufgrund der konzeptionellen Überlegungen der Arbeitsgruppe Lehrevaluation zur Qualität von Curricula haben Studienkommissionen an der Angewandten die Möglichkeit, ein umfassendes beratendes bzw. begleitendes Angebot in Anspruch zu nehmen. Davon umfasst ist etwa die Dokumentation von Sitzungen, prozessbegleitende Moderation, Unterstützung bei gesetzeskonformer Textierung, Beschaffung relevanter Daten (z.B. AbsolventInnenbefragungen, Studienabgangsbefragungen, vergleichende Statistiken oder Recherche relevanter europäischer Entwicklungen) und anderes mehr.

Das Angebot wird vom Bereich Studienangelegenheiten, Universitäts- und Qualitätsentwicklung getragen, bei Bedarf kann auch externe Expertise vermittelt werden.
  • Erarbeitung eines neuen Curriculums oder Änderungen bereits bestehender Curricula
  • Reflexion und gemeinsame Diskussion über Ziele, Inhalte und die Organisation des Studiums
  • Reflexion und gemeinsame Diskussion über die Anforderungen an die AbsolventInnen
  • Reflexion und Begleitung der Umsetzung eines Curriculums
  • Analyse von Materialien (beispielsweise AbsolventInnenbefragung und Studienabgangsbefragung)
  • Mögliches Kontaktieren und Hinzuziehen von ExpertInnen für ausgewählte Bereiche
  • Übermittlung der Vorschläge für neue oder überarbeitete Curricula an den Senat (spätestens bis zur Senatssitzung im März, wenn eine Inkraftsetzung noch im gleichen Jahr angestrebt wird).
  • Ein Curriculum kann nur am 1. Oktober jeden Jahres in Kraft treten.
Leitlinien der Curriculum-Entwicklung der Arbeitsgruppe Lehrevaluation (vgl. Was macht ein gutes Curriculum aus?)

Die Arbeitsgruppe Lehrevaluation sieht die Gestaltung der Studiengänge in drei Phasen: Der Erstellung, der Umsetzung sowie der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Curriculums. Bei der Erstellung des Curriculums sind folgende Qualitätskriterien zu beachten:
  • Die Auswahl der Kommissionsmitglieder soll garantieren, dass Fachkompetenz, didaktische Kompetenz, Kenntnisse des UG 2002 und der Satzung der Universität, Teamentwicklungs-, Leitungs-, Moderations- und Genderkompetenz sowie die Kompetenz einen Text zu formulieren, der den kommunikativen Anforderungen gerecht wird, in der Kommission vorhanden sind.
  • Sichtweisen von AbsolventInnen, externen ExpertInnen aus der Berufspraxis, VertreterInnen von Berufsverbänden und Erkenntnisse der Curriculum-Forschung sollen ebenfalls Berücksichtigung finden.
  • Zuerst müssen die Ziele und angestrebten Qualifikationen der AbsolventInnen definiert werden, um darauf aufbauend die Struktur des Studiums zu entwickeln.
  • Die Struktur muss den Studierenden ermöglichen, selbst Ziele und Schwerpunkte zu setzen, und aus mehreren künstlerischen Positionen auszuwählen. Projektarbeit muss sinnvoll möglich sein und die Studierenden müssen Zeit haben, sich selbst zu erproben und die eigenen Interessen und Stärken zu entdecken und auszuloten.
  • Teil des Studiums können Internships und Praktika in Organisationen im künstlerischen Bereich sein.
  • Die Vorbereitung und Begleitung der Diplom- bzw. Masterarbeit muss geregelt sein.
  • Der Umfang des Curriculums ist in ECTS-Anrechnungspunkten anzugeben. Die Diplom- bzw. Masterarbeit muss in einem Semester bewältigbar sein (30 ECTS-Punkte). 30 ECTS-Punkte sollten von den Studierenden frei gestaltbar sein (z.B. auch im Rahmen von Auslandsaufenthalten).
  • Bei allen Entscheidungen muss bedacht werden, ob sie unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer haben bzw. ob sie geschlechtsspezifische Ungleichheiten reproduzieren.
  • In regelmäßigen Zeitabständen soll systematisch untersucht werden, ob das Curriculum hinsichtlich seiner Struktur und seiner Umsetzung den Qualitätsanforderungen entspricht oder ob Änderungen notwendig sind.