Was, wenn
die Familie nicht der einzige Ort ist, an dem man sich sicher, geliebt,
umsorgt und akzeptiert fühlen kann? Sophie Lewis legt ein leidenschaftliches Plädoyer für kollektive Care-Arbeit vor.
Wer Glück hat, findet in der „eigenen“ Familie Liebe und Fürsorge. Häufig ist sie jedoch Ursprung von Schmerz, Missbrauch
und Gewalt. Selbst in so genannten „glücklichen“ Familien ist das Zusammenleben harte Arbeit. In ihrem scharfsinnigen Essay
Die Familie abschaffen fordert Sophie Lewis: Sowohl die Sorgenden als auch die Umsorgten haben Besseres verdient!
Lewis zeichnet die Geschichte von Ideen und Bewegungen nach, die klassische okzidentalistische Familienkonzepte
hinterfragt haben, und räumt mit Missverständnissen über die Abschaffung der Familie auf. Eine feministische Kritik des idealisierten
Konzepts Familie und ein Plädoyer für kollektive Care-Arbeit, das zeigt: Nur wenn wir beginnen, über die Familie hinauszudenken,
können wir uns ausmalen, was danach kommen könnte.
„Niemand bringt den Feminismus aktuell so radikal,
so umwerfend brillant und couragiert auf den Punkt wie Sophie Lewis.“Eva von Redecker
Sophie
Lewis ist Autorin und unabhängige Wissenschaftlerin. Sie lehrt soziale und kritische Theorie am Brooklyn Institute
for Social Research und ist Gastdozentin am Feminist, Queer and Transgender Studies Center der Universität von Pennsylvania.
Ihre Texte erscheinen in der „Boston Review“, der „New York Times“, der „Feminist Theory“ und der „London Review of Books“.
Abolish the Family erschien wie ihr erstes Buch,
Full Surrogacy Now, bei Verso Books, die deutsche Übersetzung
von Lucy Duggan (
Die Familie abschaffen. Wie wir Care-Arbeit und Verwandtschaft neu erfinden) erschien bei S. Fischer.
Sophie Lewis lebt in Philadelphia.
Credits mit Sophie Lewis
Moderation
Nanna Heidenreich
Eine Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien (Abteilung
Transkulturelle Studien) und der Universität Wien (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) und brut Wien
Free entranceRegistration at brut-wien.at