FROM THE NOCTURNAL CAVE I FAREWELL THE DAY
Sophie Taleja Olivia Schmidt ist Studierende in der
Abteilung Art & Science
Es handelt sich um einen brutalistischen Architekturentwurf aus den 40er Jahren
und es befindet sich seitdem im Rohbau. Diese architektonische Strömung entstand als oppositionelles Statement gegen die Nostalgie
der Nachkriegsarchitektur der 40er Jahre und verbreitete sich als ein Prinzip der sozialistischen Ethik aus dem postsowjetischen
Raum, das trotz seines rauen, rohen und etwas ungemütlichen Äußeren die Funktionalität des Wohnens und den geradlinigen Umgang
mit Materialien in den Vordergrund stellt.
Da das Haus in der Pötzleindsorfer
Straße überwiegend von Neobarock-Architektur umgeben ist, sticht es als Außenseiter hervor, man könnte es als architektonischen
Dissidenten betrachten, als einen Spinner, der von (Neobarock-)Nostalgie für das Kaiserreich umgeben ist, was es zu einem
perfekten Ort macht, an dem gegenläufige Narrative gegen das aktuelle Paradigma der Existenz ausgestellt werden können, das
die Menschen in die flache Prämisse des Tageslichts zwingt.
Mit Arbeiten von: Gerda Nurk, Philipp Kleinwort
und Felix Reutzel
Entgegen der zeitgenössischen Erwartung gesehen zu werden, spekulieren die KünstlerInnen
über die Existenz nächtlicher Hybridwesen.
Die ortspezifische Ausstellung in einem unvollendeten brutalistischen Gebäude
wird zum alternativen Schutz vor der sichtbaren Gesellschaft.
Produktion: Mona Prochaska, Sophie Taleja
Olivia Schmidt
Grafik: Christopher Tröster
Öffnungszeiten: 15.03–19.03 14–20h