Das Elevate Festival Graz lädt zum Workshop im Rahmen des
Projekts und Klangrituals Radio Amnion ein. In Kooperation mit dem Weibel Institut für digitale Kulturen an der Universität
für angewandte Kunst Wien.
In einer kollektiven Listening Session werden ozeanische
Kompositionen von Anne Bourne, Jose Rivera, Margarida Mendes, Antonina Nowacka und anderen erkundet.
Radio Amnion,
initiiert von Jol Thomps, ist ein mehrjähriges Klangkunstprojekt für die Wassermassen der Erde. Die Radiostation sendet mittels
eines versenkten Neutrino-Teleskop, bei jedem Vollmond Klangkompositionen von zeitgenössischen Künstler*innen in mehr als
2,5 km Tiefe des Pazifischen Ozeans, weit entfernt von der menschlichen Wahrnehmung. Während jedes Vollmonds resonieren die
abgründigen Gewässer des Cascadia-Beckens mit den tiefen Frequenzen und Stimmen eingeladener Künstler*innen.
Radio
Amnion versteht sich als Teil der lebendigen hydrologischen Kreisläufe der Erde und hinterfragt die Trennungen zwischen
wissenschaftlichen und künstlerischen Wissensformen. Welchen Wert hat oder bedeutet Wissen jenseits des Messbaren und Quantifizierbaren,
und kann Klang intime Beziehungen zu Bakterien und energetischen kosmischen Lebenskräften schaffen? Was kann Klang noch alles
tun?
Der Workshop benötigt keine Vorkenntnisse und richtet sich an alle Interessierte. Studierende und Klangkünstlerinnen,
die mit ähnlichen Formaten arbeiten, ermutigen wir vorab Werke, Audio-Essays, Field Recordings oder Klangkompositionen zu
teilen, die ihr Interesse an der lebendigen Materie und Aktivitäten der Erde und darüber hinaus widerspiegeln. Der Workshop
wird in Englischer Sprache durchgeführt, mit der Option auf Flüsterübersetzung ins Deutsche.
Das Format wird
in Kollaboration mit dem Weibel Institut für digital Kulturen (Universität für Angewandte Kunst, Wien) realisiert.
Anmeldung zum WorkshopInteressierte können sich bis zum 2. März 2026 unter
denise.sumi@uni-ak.ac.at anmelden.
InformationMehr
Informationen auf der Elevate-Website.
Jol Thoms (geb. in Tkaronto) ist Künstler, Kurator und
Forscher mit Sitz in London, UK, wo er Studio Lecturer im MA Art & Ecology an der Goldsmiths University ist. Seine kritische
Praxis überschreitet und rekalibriert Grenzen zwischen dem Nicht/Menschlichen, dem Kosmologischen und dem Wissenschaftlichen
unter Verwendung von Strategien aus Quantum Listening, experimentellen audiovisuellen Künsten, Environmental Humanities und
antikolonialen feministischen Studien.
Denise Helene Sumi arbeitet am Weibel Institut für
digitale Kulturen. Ihre Forschung untersucht kulturelle Dynamiken und politische Fragen in einer Welt voller technologischer
Verbindungen und beschäftigt sich mit Medienkunstgeschichte, Netzwerkkulturen und Relationalität. Sie setzt sich mit Arbeiten
auseinander, die konviviale und relationale Technologien kultivieren, sowie mit intuitiven und verkörperten Weisen des Übertragens,
Wissens und Wahrnehmens.