22. Oktober
2026
Wie entsteht ein Weltbild, das autoritäre Herrschaftsformen idealisiert und demokratische
Grundwerte infrage stellt? Für seine kulturwissenschaftliche Masterarbeit an der Universität für angewandte Kunst Wien hat
sich Paul Buschnegg mit der Szene der rechten Blogger, Podcaster und Influencer auseinandergesetzt. Seine Recherche führte
in eine digitale Gegenwelt, in der Monarchien, Elitendenken und rassistische Vorstellungen als ernst zu nehmende politische
Positionen verhandelt werden. Auf Einladung teilt er seine Ergebnisse nun im Rahmen der Demokratiewoche des Bündnis 25.
Buschnegg fragt danach, welche Motive hinter ihren Positionen stehen, wie sich die Weltbilder ihrer
Vertreter herausbilden und wie sie sich zum demokratischen System verhalten. Seine Untersuchung machte eine politische Entwicklung
sichtbar, die über soziale Medien weit in die Öffentlichkeit hineinwirkt. Sie wirft grundlegende Fragen nach den Grenzen demokratischer
Offenheit, nach ideologischer Radikalisierung und nach dem Umgang mit antidemokratischen Positionen auf.
Paul
Buschnegg ist Musiker, Kurator und freier Journalist. Er studierte Kunst und kommunikative Praxis (Lehramt) sowie
Kulturwissenschaften an der Universität für angewandte Kunst Wien und schreibt unter anderem für Falter und Die
Zeit. Zuletzt kuratierte er für das Wien Museum die Ausstellung Zwidemu – Zwischen Party und Protest. Mit seinem
Musikprojekt Paul's Jet hat er bereits vier Alben veröffentlicht.
Im Rahmen der Demokratiewoche des BÜNDNIS
2025 präsentiert Buschnegg seine Auseinandersetzung mit der Szene unter dem Titel „Demokratie und rechte
Influencer“ und stellt die Frage, wie diese Akteure und ihre Weltbilder im Verhältnis zur Demokratie zu verstehen
sind.
Termin: Freitag, 23. Oktober 2026, 14:00–15:30 Uhr
Weitere Informationen:
Demokratie und rechte Influencer – BÜNDNIS
2025